01.04.2015 Otto von Bismarcks Beitrag zur Vermessung

Vielen ist Otto von Bismarck ein Begriff, der „eiserne Kanzler“ wurde er genannt.

Er war Reichskanzler unter Kaiser Wilhelm dem Ersten von Preußen und trug maßstäblich zur Bildung des Deutschen Nationalstaates bei. Außerdem wurden unter Otto von Bismarck erstmals ein Sozial- und Rentenversicherungssystem eingeführt. 

 

Was viele nicht wissen ist, dass Otto von Bismarck Richtungweisend für das heutige Katastersystem war. Die Vermessung war im 19. Jahrhundert dem Kriegsministerium unterstellt. In Preußen gab es unter General Moltke eine Bestrebung für Zentralisierung unter dem „Centraldirektorium der Vermessung im Preußischen Staate“.  Nach der Nationalstaatsgründung setzte sich auch Bismarck für einen Zusammenschluss des Reichsvermessungswesens ein – nach preußischem Vorbild.

 

Dieses Vorhaben scheiterte allerdings am Veto der Württemberger, Sachsen und Bayern, welche ihr System beibehalten wollten. Wäre er hier nur eisern geblieben! Dieser Entwicklung ist es zu verdanken, dass ein Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur nur in seinem „Kleinstaat“ hoheitliche Vermessungen ausführen darf.

 

Einen positiveren Nutzen hatte die Errichtung der insgesamt 240 Bismarcktürme  über ganz Deutschland von 1869 bis 1934. Diese dienten neben der Ehrung Otto von Bismarcks auch der Geodäsie. Sie wurden zum einen als Leuchtfeuer, geodätischer Festpunkt oder als Peilturm verwendet.

 

Auch Chemnitz konnte einen solchen Turm nachweisen. Dieser wurde 1906 im Chemnitzer Stadtteil Borna eingeweiht. Der Turm überstand den 2. Weltkrieg nicht.

 

 Bilder gibt es auf der Internetseite: http://www.historisches-chemnitz.de zu sehen!

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